Digitale Medien konstruktiv nutzen

Unsere beiden Kinder (oder sagen wir Jugendlichen - so wollen sie genannt werden) waren natürlich während des Lockdowns auch gezwungen, viel zu Hause zu sein und die digitalen Medienangebote rückten dadurch natürlich mehr in den Vordergrund. Zum einen als Bildungskanal (Schule online), zum anderen um mit seinen Freunden in Kontakt zu bleiben und natürlich wird damit auch die Zeit tod geschlagen.

Meine Gedanken zuerst: Oh mein Gott, werden meine Kinder nun dazu getrieben, nur noch in die Röhren zu kucken, werden sie dumm, träge und launisch aufgrund dessen? Ja, sicher stimmte das (immer) zu einem gewissen Grad, aber zu meinem Erstaunen durfte ich feststellen, wie man/frau die Medien auch konstruktiv nutzen kann: (Medien sind oft Katalysatoren für schon vorhandenen Neigungen und Eignungen; hier möchte ich zugleich betonen, dass ich eine digital Medien arme Erziehung in den ersten ca. 12 Lebensjahren für sehr wichtig halte!)

 

Anregung für neue Back-Kreationen

Meine liebe Tochter backte uns ein paar leckere, wunderschöne, wie bunte Blumenwiesen aussehende Kuchen, wie aus einem Gourmet Tempel. Woher hatte sie die Rezepte? Natürlich aus dem Internet (TicToc, Instagram, Webseiten). Die Bilder sprechen für sich.

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kuchen ideen digitale medien

 

Filme erstellen

Zudem durfte ich feststellen, dass meine Tochter nicht nur willen- und planlos im Internet herumsurft, sondern bewusst und geziehlt sich über Youtube Tutorials Skills zu einem Video Erstellungsprogramm angeeignet hatte. Da ich gerade dabei einen Song in meinem Homestudio aufzunehmen, kam mir das äußerst gelegen; ich braucht dazu für eine Veröffentlichung auf Youtube einen Film!

Ich saß neben meiner Tochter vor dem Rechner und musste mit Erstaunen feststellen, wie ein Tastaturkürzel nach dem anderen bediente und damit Bilder und Clips zusammen schnitt, überblendet, Effekte integrierte und so weiter und so fort. Und das ganze in einer Atem beraubenden Geschwindigkeit!

Hier das Ergebnis:

 

(Übergebliebenes) Essen/Nahrungsmittel teilen, statt wegwerfen

Meine neue, junge Kollegin am Gesundheitsamt erzählte mir von ihrer Studentenzeit im Stuttgart. Dort lernte sie im Internet das Projekt Foodsharing kennen. Häufig, wenn sie Speisen übrig hatte, fotografierte sie diese und stellte sie über die Website ins Internet. Andere Teilnehmer dieses Programs konnten das Essen kostenlos bei ihr abholen. Wenn wir bedenken, dass Lebensmittelproduktion mit dem Klimaschutz sehr viel zu tun hat und das ganze auch eine soziale Komponente hat, dann...naja dann sehen wir, wie digitalen Anwendungen konstruktive Prozesse unterstützen können.

 

Sofern Sie weitere positive Beispiele und Erfahrungen haben, bitte gerne mir Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!!