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Fortbildung für Schulsozialarbeiterinnen in Medienprävention

Für Freitag, den 24.Mai nahm ich die waaghalsige Reise in den hohen Nordosten der Rupublik auf mich (Auto - Flugzeug - Mietauto) - konkret in das Örtchen Niepars im Landkreis Pommern-Rügen - also in der Nähe der größten deutschen Insel Rügen (die wir dann besucht haben), um 20 Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter in Sachen Medienprävention fortzubilden.

Nach einem Warmup, Vorstellungsrunde und Abklopfen der Erwartungen begann ich mein 3 Punkte Programm. Zuerst wollte ich den TeilnehmerInnen anhand meines Elternvortrags viele basic Informationen vermitteln sowie auch entsptrechende Lösungsansätze. Im Anschluss sollte reflektiert werden, in wie fern die Inhalte des Vortrags in der Praxis an den Schulen genutzt werden können. Mit ging es darum, nicht nur das Unterrichtssetting zu beleuchten, sondern ich wollte einen Austausch anregen, der die Rolle der Schulsozialarbeiter im Blick hat, zum einen das Beratungssetting und zum anderen inwiefern das Thema Medienprävention außerhalb des Unterrichts bzw. anderweitig implementiert werden könnte.

Am Nachmittag stellte ich noch meine medienpädagogischen Methoden für den Unterricht vor.

Ablauf und Inhalte der Fortbildung

  • Vortrag
  • Gruppenarbeit/Reflexion
  • Vorstellung meiner Unterrichtsmethoden für die Grundschule

 

A. Vortrag "Die unsichtbare Macht der digitalen Medien"

2 Stunden lang haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mir zugehört und echt gut durchgehalten. (lag natürlich auch meiner Art Dinge vorzutragen :-) ) Dazwischen gabe s natürlich immer wieder Dialoge, nette lehrreiche Geschichten, viele lustige Bilder, Filme etc.und natürlich eine Pause.

Kurz gesagt versuchte ich dieTeilnehmerInnen für mögliche Gefahren und Phänomene zu sensibilisieren. Im 2. Schritt schlug ich Lösungen aus Elternsicht vor. Der Vortrag war gleichzeitig die Grundlage für die anschließenden Reflexionsfragen (an 5 Tafeln ausgehängt):

 

B. Reflexionsrunde - Wie nutzen wir die Informationen aus dem Vortrag für unsere Arbeit an unseren Schulen?

Die TeilnehmerInnen bewegten sich frei zwischen den 5 Pinnwänden (sh. Bilder oben), unterhielten sich, diskutierten, konnten auf Moderationskarten ihre Gedanken und Antworten schreiben und auf die entsprechende Wand pinnen. Am Ende gingen wir alle zusammen durch die Inhalte der 5 Tafeln. Dabei entstanden so manch konstruktive Ansätze wie

  • Checkliste für die Eltern- und Schülerberatung erstellen
  • Aktionswoche echte Spiele kennen lernen
  • Flyer Medienprävention, Medien bewusste Schule
  • Thema Medienerziehung in bestehende AKs mit aufnehmen
  • Thema Medienerziehung in die Schulentwicklung mit aufnehmen
  • gemeinsame Aktion "Präventionstheater"
  • u.v.m.

C. Unterrichtsmethoden für die 3. und 4. Klassen zur Medienprävention

Über die letzten 2 Jahre hinweg habe ich zusammen mit dem Feedback von vielen SchülerInnen und Lehrkräften 2 Methoden entwickelt (und laufend optmiert), die ich sehr gerne in der 3. und 4. Klasse einsetze.

"Echte Spiele versus PC-Spiele" - Workshop für die 3. Klasse

Die TeilnehmerInnen erlernen die Methoden, dadurch dass sie die Rolle der Schüler annehmen und die Methode "erleben".

Einleitend spielen wir zuerst ein Spiel im echten Leben. Es soll ein Gemeinschaftsgefühl mit viel Spaß enstehen, wo der Zusammenhalt wortwörtlich eine große Rolle spielt. Anschließend sehen wir uns 2 kurze Auschnitte aus Minecraft und Die SIMS an. (besser wäre mit den TN ein Spiel zu zocken, ist aber sehr aufwändig. Ersatzweise zeige ich Lets Play Ausschnitte, um kurz in die PC Spiele Welt sich einfühlen zu können.

Nun kommen wir zum 2. Teil der Methode. Anhand von Bildpaaren, die ich auf dem Boden auslege, entsteht ein Vergleich zwischen PC-Spielen und echten Spielen hinsichtlich

  • Motorik und Bewegung
  • echtem Miteinander
  • tasten, riechen, hören, sehen

Beispiel: "Kinder spielen im Meer" (Bild 1) im Vergleich mit "Spielfigur bewegt sich auf dem Wasser in Minecraft" (Bild 2). Was passiert hier und dort hinsichtlich Bewegung, Miteinander und den Sinneserfahrungen? - Kinder erlernen hier sensibler zu werden und verstehen, dass man beim PC Spiel zwar Spaß haben kann, aber man berührt kein echtes Wasser und mweiß auch nicht wie kalt oder warm es ist. Die Kinder erhalten von mir Symbolde für Bewegung, Miteinander und die Sinne und ordnen die Symbole den Bildern zu. Weitere Bildpaare folgten.

"Bibliothek versus Internet" - Workshop für die 4. Klassen

"Glaubt nicht alles, was im Internet steht!"

bibversus internet bildganz webZiel des Workshops ist es in erster Linie zu vermitteln: "Glaubt nicht alles, was im Internet steht!", denn im Gegensatz zur Bibliothek,

  • wo in jedem Buch viel Arbeit, Sorgfalt und Recherche steckt,
  • wo geeignete Bücher für Kinder ausgewählt werden,
  • wo ungeeignete Inhalte von Kindern ferngehalten werden,
  • wo Inhalte struktieriert präsentiert werden,

kann im Internet jede/r posten und hochladen, mehr oder weniger wie und was er/sie will und oft wird der Inhalt nicht kontrolliert. Qualität spielt eine untergeordnete Rolle.

Das hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Darüber sollten sich Kinder bewusst werden, und wie sie beitragen können das Netz zu einem besseren Ort zu machen.

Wichtig für die Kinder in dieser Altersstufe ist auch, dass sie sich Hilfe (meist von) den Eltern holen sollen.

 

Im Netz gibt es auch Regeln:

  • nicht unerlaubt Bilder von Personen weiterleiten oder veröffentlichen
  • kein Kontakt mit Fremden
  • niemand beleidigen oder mobben
  • bei Unsicherheiten die Eltern einbinden
  • erst denken - dann klicken
  • keine Angst machenden Inhalte weitersenden
  • wenn eine Botschaft kommt, in der es heißt, "Sag es deinen Eltern nicht!" - dann erst recht den Eltern zeigen!
  • google und Co. haben keine Altersbeschränkung und präsentieren evtl. ungeeignete Inhalte für Kinder.

Die Methode besteht aus einem Frage- und Antwort Kartenspiel (sh. Bild links). Als Abschluss und zur Wiederholuing der Inhalte dient ein Quiz von der Website: www.internet-abc.de

 

 

So, ich denke, Sie haben genügend Eindruck von meiner Fortbildung erhalten können. Die Rückmeldung der Teilnehmer war insagesamt sehr gut! Ich hatte wirklich, dass Gefühl, wie es eine Teilnehmerin ausdrückte: "Ich fühle mich für das Thema gerüstet, habe Zugang zu den Materialien und könnte am Montag loslegen!"

Sofern Sie Interesse haben, komme ich gerne in Ihren Landkreis oder Schule!

Über mich

Martin Seidl, Diplom Sozialpädagoge (FH), Suchtpräventionsfachkraft (AJ Bayern). Seit 12 Jahren über 300 Workshops und Vorträge zu Smartphones, Medienerziehung und Suchtprävention

Kontakt

Zum Kaiserblick 21a, 83620 Feldkirchen-Westerham

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0172 297 38 20

Einsatzgebiete

Workshops und Vorträge im Bereich der Medienprävention führe ich bundesweit durch mit Schwerpunkt Bayern, Oberbayern, Regensburg, Kehlheim, Ingolstadt. München, Landkreise Landsberg, Ebersberg, Erding, Altötting, Mühldorf, Fürstenfeldbruck, München, Miesbach, Bad Tölz, Traunstein, Starnberg, Berchtesgadener Land, Garmisch, Freising und Weilheim.

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