Spielen, daddeln, zocken am Smart Phone oder am PC - deine Erfahrungen

Drei Jungs aus der 7. Klasse Mittelschule Bad Aibling waren so nett und haben Ihren Konsum bzw. Umgang mit Onlinespielen reflektiert und geschildert. Erkennst du dich wieder? Wo stehst du?

Hier einige Fragen, über die du bei den unten stehen Geschichten oder bezüglich dir selbst nachdenken kannst:

  1. Wirst du agressiv, leer, deppressiv, unaustehlich etc., wenn du nicht spielen darfst bzw. nicht kannst weil dein Handy oder PC nicht verfügbar sind?
  2. Sitzt du so lange beim Zocken, dass du andere Hobbys oder wichtige Dinge im Leben wie Haushalt, Eltern, Freunde, Gesundheit vernachlässigst?
  3. Steigerst du immer noch deine Zeit beim Spielen?
  4. Hast du weit mehr Online Freunde und Online Kommunikation als im reellen Leben?
  5. Hast du die Kontrolle darüber verloren, wann du aufhörst und wie lange du spielst?

Die verflixten Spiele von den Candy Crushern

Wir sind drei Jungs im Alter von 13 – 14 Jahren. Wir haben alle drei schon länger Candy Crush gespielt, mittlerweile spielt nur noch einer. Die anderen spielen Clash of Clans.

Ich, Peter, spiele seit 7 Monaten Candy Crush. Am Anfang habe ich nicht so oft gespielt, da war ich war ich mehr draußen. Nach einem Monat habe ichangefangen, andauernd zu spielen. Ich stehe auf, schaue auf mein Handy und checke, wie viele Leben ich noch habe. Nach der Schule lerne ich, dann gehe ich zum Sport. Später spiele ich 2-3 Stunden daheim. Auch im Verein spielen wir oft.

Ich finde das Spiel geil und spiele gerne. Die Nachteile sind, dass mich das Spiel auch aggro macht, wenn ich nicht gewinne oder nicht schnell genug bin. Es gibt unendlich viele Levels, ich würde gerne ganz nach oben kommen. Ich vernachlässige schon ein paar Sachen, mache nicht mehr so viel Sport oder lerne ein bisschen weniger. Trotz der Nachteile macht das Spiel mehr Spaß, als dass es mich stresst.

Ich, Hans, spiele seit einem halben Jahr Clash of Clans online auf Facebook mit meinen Freunden. Das ist eine Art Rollenspiel. Anfangs habe ich ab und zu mal eine Stunde am Tag gespielt, dann bin ich immer süchtiger geworden....man kann andere angreifen, niedermetzeln, muss sein Dorf aber auch schützen. Man muss an sehr viele Sachen denken und strategisch sein – das isteine Herausforderung. Vielleicht mache ich jetzt ein bisschen weniger mitmeinen Freunden und möglicherweise bin ich etwas schlechter in der Schule. Ich finde, ich sollte weniger spielen – aber ich mag noch nicht aufhören.

Seit ich zehn bin, schaue ich, Adelheid, Let's plays auf youtube an. Ein Jugendlicher hat einen eigenen Kanal, den ich verfolge. Er spielt Spiele, macht Witze und ich schaue ihm quasi beim Zocken zu. Wenn ich mit einem Spiel nicht weiterkomme, kann ich bei ihm nachschauen, wie er es macht. Zur Zeitschaue ich Paper Mario I und II. Ich habe ihm auch schon mal geschrieben und er hat sich gemeldet und sich gefreut, dass ich so ein guter Abonnent bin. Er hat mich auch ermutigt, weiter zu bleiben. Ich finde es gut, dass ich das mache –ich lerne interessante Spiele kennen und kann diese auch schneller spielen, da ich mir Tipps holen. Am Tag verbringe ich so ca.5-10 Std. online auf Lets plays. Ich finde, dass das ganzschön viel Zeit ist – aber trotzdem passt es für mich.

Über mich

Martin Seidl, Diplom Sozialpädagoge (FH), Suchtpräventionsfachkraft (AJ Bayern). Seit 12 Jahren über 300 Workshops und Vorträge zu Smartphones, Medienerziehung und Suchtprävention

 

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Workshops und Vorträge im Bereich der Medienprävention führe ich bundesweit durch mit Schwerpunkt Bayern, Oberbayern, Regensburg, Kehlheim, Ingolstadt. München, Landkreise Landsberg, Ebersberg, Erding, Altötting, Mühldorf, Fürstenfeldbruck, München, Miesbach, Bad Tölz, Traunstein, Starnberg, Berchtesgadener Land, Garmisch, Freising und Weilheim.